Work in Progress: Anmerkungen zum Anthropozän

6. Mai 2018

Andreas Zielcke fragt in seinem am  in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Beitrag zur SZ-Serie

 Das Anthropozän Gegen die Naturgewalt Mensch

Seit der Entstehung der Nationalstaaten bedeutet Selbststeuerung, politische Souveränität auszuüben. Unter demokratischen Vorzeichen heißt dies, dass alle Regierungsgewalt vom Volke ausgeht. Was aber bedeutet Selbststeuerung, wenn vom Volke eine Naturgewalt ausgeht? Wenn die Menschen nicht ihren politischen Absichten Gestalt geben, sondern das Weltklima aufheizen, die Kreisläufe auf dem Land und im Ozean schädigen, den Planeten übervölkern, die Ressourcen erschöpfen und den Erdball vermüllen?

Nun, das bedeutet, dass das menschliche Selbst Subjekt einer sein Handeln  und Bedenken bestimmenden gesellschaftlichen Struktur ist, die ihm als eine Naturgewalt gegenüber tritt, und was als Selbststeuerung des Volkes erscheint also in Wirklichkeit die Selbststeuerung einer Naturgewalt ist, also keine kulturelle Leistung  miteinander kooperierender menschlicher Individuen. Das ist so, …

„… solange die Menschen sich in der naturwüchsigen Gesellschaft befinden, solange also die Spaltung zwischen dem besondern und gemeinsamen Interesse existiert, solange die Tätigkeit also nicht freiwillig, sondern naturwüchsig geteilt ist, die eigne Tat des Menschen ihm zu einer fremden, gegenüberstehenden Macht wird, die ihn unterjocht, statt daß er sie beherrscht.

Marx/Engels: Die deutsche Ideologie, MEW Bd. 3, S. 33

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Über den sehr unterschiedlichen Gebrauchswert des Gebrauchswerts und der Gebrauchswerte (2/3)

14. September 2017

Teil III

Im ersten Teil meiner Auseinandersetzung mit Franz Schandels Beitrag zum Streifzüge-Schwerkunft „Gebrauchswerte“ das unschuldige Ding entdeckten wir unter anderem Schandls Verwechsung von Kategorie und Wirklichkeit, und sahen Anzeichen einer Moralisierung von Begriffen der Wahrnehmung wie es auch im Folgenden recht klar zum Ausdruck kommt.

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Über den sehr unterschiedlichen Gebrauchswert des Gebrauchswerts und der Gebrauchswerte (1/2)

11. September 2017

Zu Teil 2 geht es HIER

Schwerpunkt des „wertkritischen“ Magazin Streifzüge  70/2017 ist die mögliche Bedeutung des  Gebrauchswerts für eine Theorie der Befreiung. 

Macht neugierig.  Schauen wir mal:

Etwa auf den Beitrag von Franz Schandl, der das unschuldige Ding unter die „wertkritische“ Lupe nimmt. Er reibt sich dabei an den folgenden Aussagen von Marx:

„Welches immer die gesellschaftliche Form des Reichtums sei, Gebrauchswerte bilden stets seinen gegen diese Form zunächst gleichgültigen Inhalt. Man schmeckt dem Weizen nicht an, wer ihn gebaut hat, russischer Leibeigner, französischer Parzellenbauer oder englischer Kapitalist. Obgleich Gegenstand gesellschaftlicher Bedürfnisse, und daher in gesellschaftlichem Zusammenhang, drückt der Gebrauchswert jedoch kein gesellschaftliches Produktionsverhältnis aus. Diese Ware als Gebrauchswert ist z.B. ein Diamant. Am Diamant ist nicht wahrzunehmen, dass er Ware ist. Wo er als Gebrauchswert dient, ästhetisch oder mechanisch, am Busen der Lorette oder in der Hand des Glasschleifers, ist er Diamant und nicht Ware. Gebrauchswert zu sein scheint notwendige Voraussetzung für die Ware, aber Ware zu sein gleichgültige Bestimmung für den Gebrauchswert. Der Gebrauchswert in dieser Gleichgültigkeit gegen die ökonomische Formbestimmung, d.h. der Gebrauchswert als Gebrauchswert, liegt jenseits des Betrachtungskreises der politischen Ökonomie. In ihren Kreis fällt er nur, wo er selbst Formbestimmung. Unmittelbar ist er die stoffliche Basis, woran sich ein bestimmtes ökonomisches Verhältnis darstellt, der Tauschwert.“

MEW 13, S. 15-16

Schandl meint:

Indes wird diese Unmittelbarkeit der stofflichen Basis von Marx ja selbst im ersten Zitat dementiert.

Gemeint war offenbar das folgende:

Der einfache oder exoterische Marx geht so:

„Die Gebrauchswerte sind unmittelbar Lebensmittel. Umgekehrt aber sind diese Lebensmittel selbst Produkte des gesellschaftlichen Lebens, Resultat verausgabter menschlicher Lebenskraft, vergegenständlichte Arbeit. Als Materiatur der gesellschaftlichen Arbeit sind alle Waren Kristallisationen derselben Einheit.“

(MEW 13, S. 16-17)

Hier sprach Marx allerdings nicht vom Gebrauchswert im Allgemeinen, sondern von der Gebrauchswerteigenschaft von Waren, also von Gebrauchswerten, deren materielle Träger gekauft werden müssen um sie sich aneignen zu können bzw. deren Träger zum Zwecke ihres Verkaufs (d.h. ihres Eintausches gegen die Überware Geld) her- und bereit gestellt werden.

Der Streifzüge-Autor wendet dagegen ein:

Durch die Vermittlung des Gebrauchswerts durch den Tauschwert wird Erstgenannter geprägt und durch die Kapitalherrschaft stets modifiziert. Der Gebrauchswert ist wie der Tauschwert (Wert) eine Bedingung der Ware, nicht bloß eine Voraussetzung. Am isolierten Stück mag zwar nicht wahrzunehmen sein, ob es eine Ware ist, wohl aber an dem Verhältnis, unter dem es produziert, zirkuliert und konsumiert wird. Kein Gegenstand ist heute ohne seine strukturbedingten Beziehungen zu denken, in denen er sich bewegt. Ware zu sein, wäre demnach das gültige Schicksal des Gebrauchswerts. Oder um es gegen Marx zu wenden: Was „gleichgültig“ ist, ist nicht ungültig, sondern gültig.

 Oder um es gegen Marx zu wenden: Was „gleichgültig“ ist, ist nicht ungültig, sondern gültig.

Er kommt zu dem Schluss:

Die profane Vorstellung, der Gebrauchswert sei ewig, aber seitdem der Tauschwert in die Welt gekommen ist, wird jener mit diesem zur Ware vereinigt, ist doch etwas simpel. Gerade die retrospektive Anwendung des Begriffs scheint nicht überzeugend. Die Verbindung von Gebrauchswert und Tauschwert muss in der Ware nicht erst arrangiert werden. Der Gebrauchswert ist gesellschaftlich konnotiert und nicht als Begriff zur Kennzeichnung unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung von Selbstversorgern gedacht. Für die letztgenannte Bestimmung hätte er wenig Sinn.

Als „Beweis“ der Richtigkeit seiner Behauptung, dass „die Verbindung von Gebrauchswert und Tauschwert in der Ware nicht erst arrangiert werden muss“ präsentiert Schandl dann wieder eine Aussage von Marx über die Gesellschaftlichkeit des Gebrauchswerts von Waren:

„Um Ware zu produzieren, muss er nicht nur Gebrauchswert produzieren, sondern Gebrauchswert für andre, gesellschaftlichen Gebrauchswert.“ (MEW 23, S. 55) Das ist der obligate Fall.

Hier scheint eine Verwechslung vorzuliegen zwischen der Bezeichnung (der Kategorie, der allgemeinen Seinsbestimmung, der Klassifizierung usw.) und dem tatsächlichen, historischen, situationsgemäßen Dasein des Bezeichneten (des Kategorisierten, Klassifizierten, allgemein Bestimmten usw.). Die allgemeine Bestimmung von Gebrauchswert ist, sich von der Aneignung eines beliebigen Gebrauchswertträgers einen Nutzen zu versprechen bzw. versprechen zu können. Das gilt unabhängig davon, ob der Gebrauchswertträger Ergebnis gesellschaftlichen Tuns ist oder nicht (wie etwa Luft).

Tatsächlich ist der konkrete Charakter des Begehrens nach der Aneignung von Gebrauchswertträgern, also von Dingen oder Diensten, von deren Aneignung sich Menschen einen Nutzen versprechen (können), sprich, der konkrete Charakter von Gebrauchswerten IN DER REGEL,  (d.h. bis auf die, die ohne Vermittlung durch Mitmenschen der Natur entnommen werden können) GESELLSCHAFTLICH bestimmt, d.h. abhängig vom Stand der Produktivkraftentwicklung, der Art der (Re-) Produktionsbeziehungen und  der sozialen Stellung in ihr,  von Besonderheiten kultureller bzw. regionaler Natur, usw.

Sind die Gebrauchswertträger Dinge oder Dienste, die nur im Tausch gegen andere Gebrauchswertträger (in der Regel Geld) angeeignet werden können, also Waren, ist deren Gebrauchswert, wie bei ALLEN Gebrauchswertträgern, deren Existenz vom Tun und Lassen anderer Menschen abhängt, natürlich in IRGENDEINER spezifischen Weise gesellschaftlich bestimmt. Die historisch vorherrschende Weisen dieser gesellschaftlichen Bestimmung (Formierung) unterscheiden sich ebenso, wie deren Besonderheiten wie gegebenenfalls deren Klassencharakter, d.h. ob es als Mittel der Bereicherung UND Existenzsicherung (und dem Vergnügen) oder lediglich der Existenzsicherung (und ein wenig Vergnügen) dienlich ist).

Wenn Marx nun im Kapital die SPEZIFISCHE Weise der gesellschaftlichen Bestimmung von Gebrauchswerten in Warengestalt behandelt, bedeutet das keineswegs einen Wechsel der allgemeinen, überhistorisch für alle möglichen Produktionsverhältnisse gleichermaßen gültigen  Bestimmung von Gebrauchswerten.  Ein solcher Fehlschluss ist erklärungsbedürftig. Spielt hier etwa das Bedürfnis nach einer Moralisierung der Begriffe Wert und Gebrauchswerte hinein?  Etwa so? Da die ökonomische Wertgestalt der in Warengestalt auftretenden Gebrauchsträger als ein zentrales Element kapitalistischer Vergesellschaftung (dem Kaufen bzw. Verkaufen) erkannt, und Kapitalismus fraglos zu überwinden sei, müsse dann nicht also der von Marx als „neutral“ klassifizierte Gebrauchswert eigentlich als ein sozialistischer Himmelsbote des ersehnten Reichs gesehen werden in dem allein die Bedürfnisse regieren? „Aber nein“, folgt darauf der Einwand, seht, was Marx schrieb:

„Der Tauschwert jeder Ware drückt sich in dem Gebrauchswert jeder andern Ware aus, sei es in ganzen Größen oder in Brüchen dieses Gebrauchswerts.“

MEW 13, S. 28

Da sich die Tauschwerte der Waren nach Marx im Gebrauchswert der gegen sie eintauschbare Waren zeigen (und der Gebrauchswert des Geldes ist, den Tauschwert der gegen es eintauschbaren Gebrauchswertträger zu repräsentieren), kann ja „der Gebrauchswert“ auch nicht mehr „neutral“ sein. Gehörte er dann also nicht zusammen mit seinem Tauschwert gleich mit abgeschafft?

Falls ich mit meiner Vermutung richtig liege, könnte das immerhin als beginnende Ahnung gesehen werden, dass die vom linken Anti-Kapitalismus verbreitete Idee einer „befreiten Gesellschaft“ , in der allein die Bedürfnisse regieren (also der omnipotente Zugriff aller auf alle ersehnten Gebrauchswerte) nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, und dass es vielmehr darum gehen müsste, die sozialen Bedürfnisse mit den zu ihrer Befriedigung  aufzubringenden Kosten (sozialer bzw. ökologischer Natur) ins Benehmen zu bringen.

Wie weit es aber noch bis zu dieser Erkenntnis ist zeigt Schandl einige Zeilen weiter:

Dem Markt ist die stoffliche Seite des Produkts, soweit es den Tauschwert nicht tangiert, egal. Er nimmt alles, sofern es absetzbar ist.

Natürlich stimmt das so nicht. Die hier zum Ausdruck kommende Verdinglichung des Begriffs „Markt“ versperrt offenbar die Sicht auf die tatsächlich handelnden (und ihr Handeln bedenkenden) Marktsubjekte. Den potenziellen oder tatsächlichen Käufern der Ware  ist die stoffliche Seite der Ware nämlich alles andere als egal. Sie trägt den Gebrauchswert, wovon die kaufenden Marktsubjekte in der Regel nicht genug bekommen können. Am gesellschaftlichen (Tausch-) Wert bzw. an den Warenpreisen, die notwendig um diesen oszillieren, wertschätze sie meist eher deren Niedrigkeit.  Am besten, er tendiert gegen Null. Kaum wer hätte etwas gegen lebenslang allzeit erreichbares Freibier. Außer natürlich die Marktsubjekte, die mit der Herstellung und dem Verkauf des Bieres (oder etwa der Behandlung von Folgen übermäßigen Bierkonsums) ihre Existenz beschreiten müssen bzw. können. Sie wertschätzen eher einen hohen Marktpreis – besonders, wenn sie selbst den von den Kunden begehrten Gebrauchswert für einen niedrigeren Preis anbieten können als die Konkurrenz es vermag. Der Gebrauchswert der zu dem Zweck angeeigneten Produktionsmittel oder sonstiger Mittel der Beschleunigung zeigt sich ihnen im Extraprofit – bis die Konkurrenz gleichzieht und sich entsprechend des nun zum gesellschaftlichen Durchschnitt gewordenen Produktionsfortschritts ein neuer Marktpreis etabliert. Auch Mittel, mit denen sich die Fähigkeit herstellen und verteidigen lassen, einen von den (potenziellen) Kunden begehrten Gebrauchswert – für eine Weile – exklusiv anbieten zu können, haben für Waren „anbietende“ Marktsubjekte den Gebrauchswert, Mittel der Generierung von Extraprofit zu sein. Weshalb beispielsweise die Marktsubjekte, die vom Geschäftserfolg der Firma Apple abhängig sind bzw. von ihm profitieren, den Gebrauchswert des von ihnen eingekauften Arbeitsvermögens (der von hnen eingekauften Produktivkraft) von Produktentwicklern und Werbefachleuten für die Produktion des besagten Extraprofits so sehr wertschätzen.

Das passt aber nicht ins anti-kapitalistische Schema. Schandl gets the blues.

Stets geht es um die Verwertung und nicht um die Bedürfnisbefriedigung oder gar um das Vergnügen.

Hier kann man sehr gut die ideologisierende Wirkung der (anti-) politischen Passivform studieren, an die kein Pamphlet oder Theorieversuch des „linken“ Anti-Kapitalismus  herumzukommen scheint. Man ahnt, warum die Leideform unter den Dialektik und Materialismus vergessenen Kapitalismuskritikern so beliebt ist, und warum sie zugleich zu deren relativen Erfolg als auch zu deren Mangel an Perspektive beiträgt. Die Passivform beamt die tatsächlich handelden Subjekte mitsamt ihrer Besonderheiten und Widersprüchlichkeiten (und der Besonderheiten und Widerspruchen ihres jeweiligen Eingebundenseins) aus dem Sinn der Betrachtenden. Beginnt ein Satz mit „Es geht um …“   ist nicht mehr die Frage, ob es für die möglicherweise sehr unterschiedlich auf- und eingestellten Subjekte des „Es-Geht-Um…“ Geschehens“ um jeweils ganz verschiedene Dinge gehen könnte.

Bei dem zitierten Satz wirkt die Passivform als ein Mittel der Fetischisierung des Begriffs „Bedürfnisse“. Das so scheinbar mit eigenem Geist beseelte Wort wird so zum höheren Wesen, von dem erwartet wird, dass es uns vom Kapitalismus rettet. Der gute Dämon „Bedürfnisoriientierung“ weist die kapitalistischen Schlaraffenbürger den Weg in „die befreite Gesellschaft „. Dort würden dann alle Hindernissen der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung beseitigt sein. Wer käme da auf die Idee, dass es fragwürdige Bedürfnisse geben könnte und solche, dere Erfüllung große Probleme bereiten müsste, und dass es vielleicht eher darauf ankäme, die unterschiedlchen Bedürfnisse und Fähgkeiten mit den zu ihrer Befriedigung notwendigen Kosten (sozialer bzw. ökologischher Natur) auf eine Weise ins Benehmen bringen zu können, die

Wie im anti-kapitalistschen Diskurs üblich greift Schandl sich stattdessen, einen Part im Reproduktionsprozess des Kapitals heraus, den anzuklagen das kulturelle Kapital des Anti-Kapitalismus zu maximieren verspricht. Kapitalismus heißt aber nicht, dass der Blickwinkel des Kapital alles ist bzw. dass, worum „es“ im Kapitaismus ausschließlich „geht“.  Schandl schreibt:

Der Zweck des Gebrauchswerts besteht darin, entäußert zu werden. Entäußerung ist das unbedingte Ziel, Nützlichkeit nur die bedingte Option. Wenn wir von ihm sprechen, sprechen wir also von gesellschaftlichen Gebrauchswerten. „Gebrauchswerte werden hier überhaupt nur produziert, weil und sofern sie materielles Substrat, Träger des Tauschwerts sind.“ (MEW 23, S. 201)

Für das Kapital ist der Gebrauchswert der Waren, die unter seiner Regie produziert wurden und nun zur Veräußerung anstehenden, ihnen als Gegenstände des Tausches gegen Geld zu dienen um so den mit dem Herstellungsprozess verfolgten Zweck eines  Zuwachs an Tauschwertbesitz bzw. Kaufkraft zu erreichen, realisieren zu können. Das ist die unabdingbare Existenzbedigung kapitalistischer Produktionsstätten. Es ist auch von Relevanz, dass staatlichen Apparate ohne diesen Zugewinn nicht existieren könnten. Auch Staaten sind auf die vom Kaufkraftgewinn abgeleiteten Steuern und Abgaben existenziell angewiesen. Nicht zuletzt sind es die abhängig Beschäftigten. Unzweifelhat hat deren Arbeitsvermögen für das Kapital den Gebrauchswert, Gebrauchswertträger herstellen zu können, deren Aneignung  von hinreichend vielen und zahlungskräftigen Marktsubjekten (Menschen oder Institutionen) begehrt sein muss, DAMIT sie dafür das vom Kapital begehrte Geld zahlen.

Für die Käufer der Waren ist deren Gebrauchswert aber eben nicht durch die Eigenschaft gegeben, Substrat von Tauschwert zu sein. Es gibt zwar auch hier das Motiv der Wertanlage. Aber in der Regel  bestet der Gebrauchswert  in dem, was die stoffliche Eigenschaft des Eingekauften an  Vergnügen, Nutzen, Befriedigung oder Gewinn  verspricht.

Nur Gebrauchswerte vermögen sich als Tauschwerte. Gebrauchswerte werden hergestellt, um gekauft zu werden.

Und werden gekauft um deren Aneignung genießen zu können.

Sie werden nicht produziert, um unmittelbar konsumiert zu werden. Das werden sie zwar gelegentlich auch, aber das ist lediglich nachrangig.

Hier deutet sich ein weiterer Fehlschluss an. Auch wenn einmal kein Tausch mehr stattfinden und der notwendige Arbeitsaufwand oder die Breitschaft, ihn zu leisten nicht mehr mit Hilfe von Lohn, Preis und Profit (und sonstiger Geldfunktionen) ermittelt, repräsentiert, ermöglicht bzw. gemanagt werden sollte und nicht mehr Institutionen, die miteinander um die Fähigkeit konkurrieren, Mittel der privaten (d.h. von sozialer  Reflektion und Veranntwortung befreiter) Bedürfnisbefriedigung her und bereit zu stellen, damit sie ihre zenrale Existenzbedingung erfüllen, aus ihrer Verfügung über das zentrale Bereicherungsmittel Kaufkraft mehr Kaufkraft zu machen sondern über die zu erfüllenden Zwecke, Standards und Grenzen der Produktion, Herstellung und Garantie der notwendigen (Re-) Produktionsbedingungen, Kontrolle der Nebenwirkungen usw. weitgehend gemeinschaftlich (= kommunistisch) bestimmt werden könnte, hieße das keineswegs,  dass die her- und bereit gestellten Gebrauchswertträger UNMITTELBAR bzw. UNVERMITTELT für den Konsum hergestellt würden. Vermittlung, Ermittlung und Kontrolle bzw. Garantie des zu Tuenden, in welchen Grenzen es zu geschehen hat usw.  geschehe auf Grundlagen gemeinsam entworfener und durchgeführter Erhebungen und Berechnungen, Meinungsbildungsprozessen und Abstimmungen. Es kann ja nicht einfach koste es an Ressourcen, Mühen usw.  was es wolle, die Befiedigung der ermittelten Bedürfnisse verordnet (erzwungen) werden.

Der Gebrauchswert, von dem wir hier reden, ist immer formbestimmt gewesen, er ist gesetzt und nicht vorausgesetzt.

Noch einnmal: Es ist zu unterscheiden zwischen allgemeiner Bestimmung von Gebrauchswert, nämlich, als Erwartung, aus der Möglichkeit der Verfügung über einen Gebrauchswertträger IRGEND einen Nutzen ziehen zu können und dem konkreten Dasein von Gebrauchswerten (bzw. konkreter Erwartungen an die Möglichkeit, über Dinge, Handlungen oder Wirkungen verfügen zu können. Die konkrete Gesellschaftlichkeit dieses Verlangens und der Mittel seiner möglichen Befriedigung hängt selbstverständlich von den Formen ab, in denen die (Re-) Produktion der Gebrauchswertträger (z.B. Gebrauchsgegenstände) und der (Re-) Produktion der Bedingungen ihrer (Re-)Produktion  mit deren Aneignung vermittelt werden (was im Übrigen stets auch eine Frage des Stands der Produktivkraftentwicklung ist).

Alleine dass sich das ominöse Wörtchen Wert in den Begriff eingeschlichen hat, hätte auf diese Fährte führen können.

Das „ominöse Wörtchen“ Wert hat allerdings keinen anderen Sinn, als dass jedes Verlangen nach irgend etwas, ebenso wie die Einschäätzung des gegenstands des Verlangens einen bestimmten Grad an Quantität und Qualität hat, dessen Werte sich mehr oder weniger Präzise erfassen und auswerten lassen. (Oha. Auswerten! Auch so ein ominöses Wörtchen).

Kornelia Hafner ist uneingeschränkt zuzustimmen, wenn sie behauptet: „Insofern aber der Begriff Wert in dem des Gebrauchswerts enthalten ist, scheint der Gebrauchswert auch bei Marx nicht hinreichend präzisiert.“ (Gebrauchswertfetischismus, S. 64)

Nein, dem ist nun wirklich nicht zuzustimmen, denn anscheinend wird hier nur der eigene Begriffsfetischismus Marx unterschoben. .

Marx und noch mehr der Marxismus haben hier einiges zur Begriffsverwirrung in puncto Wert und Werten beigetragen. Die Welt beherbergt nicht einfach Gebrauchswerte, sondern diese werden erst selbst durch die Herrschaft der Ware resp. des Kapitals ausgebildet und geschaffen.

Und so falsch  weiter und so falsch fort.

Der Gebrauchswert ist nicht das unschuldige Ding, das da vom Tauschwert befallen wird.

Ha, wusste ichs doch :-).

Fortsetzung folgt im Bälde


Anti-Anti-Kommunismus?

9. Februar 2017

Leider hatte ich den Vortrag von Michael Koltan über „Liberalismus als antikommunistische Ideologie“ mit dem die „Jour Fixe Initiative“ ihren Zyklus zum Themenkomplex „Anti! Kommunismus“ begann, verpasst und die Wahrnehmung des zweiten Termins fiel meinem sonntäglichen  Erholungsbedürfnisses zum Opfer. Das Thema ist mir wichtig, und den Veranstaltern ist ein differenziertes Herangehen zuzutrauen. Von einer Auseinandersetzung mit den dort vorgetragenen Position verspreche ich mir Fortschritte mit der eigenen Positionsfindung in der Sache. Da die Initiative den Vortrag nicht zum Download bereit hält, halte ich mich erst einmal an den generellen Einladungstext für die Vortragsreihe.

Millionen waren es weltweit, die sich Kommunisten nannten, Militante, Parteimitglieder, Wähler oder Gesinnungsfreunde. Heute sind die meisten von ihnen verstummt und ihre Geschichte ist aus dem Gedächtnis gelöscht. Es gibt keinen Kommunismus mehr, der Antikommunismus aber wütet noch immer und zwar nicht als rationales Konzept sondern als Schimpfwort und nicht als Sache sondern als Aggression. Warum das alles? Ist dieser hohle Antikommunismus nicht vielleicht Angst? Warum hat man Angst? Und wovor?

Aus: Vittorio Foa, Miriam Mafai, Alfredo Reichlin, „Il silenzio dei comunisti“, übersetzt von Eberhard Spreng und Francesca Spinazzi.

Richtet sich das tatsächlich gegen „Antikommunismus“ als Schimpfwort? Oder ist das ein Versehen, und das gemeinte Schimpfwort ist die antikommunistische Schmähung alles „Kommunistischen“? Tatsächlich gäbe es gute Gründe gegen die Verwendung des Begriffs „Antikommunismus“ als Schimpfwort. Es ist tendenziell wissenschaftsfeindlich und allein deshalb nicht sehr kommunistisch. In meinem Verständnis besteht das Kommunistische nicht zuletzt in der Kunst der Wahrnehmung (und gegebenenfalls Herstellung und emanzipationsproduktiven Verarbeitung) gerade versteckter Dispositive der Entwicklung kommunistisch bestimmter Interaktionsbedingungen. Und wer  ernsthaft über deren Notwendigkeit, Möglichkeit und möglichen bzw. notwendigen Gestalt nachdenkt, sollte es nicht wundern, sie auch in bestimmten Formen des Antikommunismus zu entdecken, dass also ein erklärter, d.h. subjektiv als solcher gesehener „Anti-Kommunismus“ eben auch Kommunismuspotenzial enthalten kann.

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Was kann das „trumputinistische“ Projekt einer Entzivilisierung des Kapitalismus stoppen?

11. November 2016

Ein aggressiv nationalchauvinistischer, und familienpolitisch reaktionärer Populismus geht um. Über die „sozialen Medien“ drängt Verachtung alles Mitmenschlichen in den öffentlichen Raum und nährt die Vorstellung, Demokratie sei das Recht einer entfesselten Meute, Repräsentanten und Verteidiger der Demokratie öffentlich den Tod an den Hals zu wünschen. Der sich mit unschuldigem Augenaufschlag als volksnaher Sorgenentsorger ausgebende Rechtspopulismus bietet Anknüpfungspunkte zum Hitlerismus, was aber nicht heißt, dass seine sich gegenwärtige herausbildende Gestalt eines trumputinistisch-republikanischen Mischwesens nicht bedrückend genug ist. Wir erleben derzeit, wie sich eine von Putins feudal-kapitalistischer Lügenrepublik gepuschte Internationale des Anti-Liberalismus anschickt, einmal wieder mit dem Projekt Weltgeschichte zu schreiben, den Kapitalismus von seinem zivilisatorischen Schnickschnack zu befreien.

Spätestens nach der Wahl Donald Trumps zum US Präsidenten muss man der Gefahr ins Auge sehen, dass die weltweite Entzivilisierung des Kapitalismus forciert wird und sehr schnell zu einem Grad voran schreiten könnte, ab dem alles Mitmenschliche, Vernünftige, Demokratische, Rücksichts-, Sorgen-, Liebe- und Lustvolle, kreativ Fantastische, alle wissenschaftliche Neugierde und Experimentierfreudigkeit, das stille Vergnügen an der Erkenntnisgewinnung und über Sachlichkeit garantierenden Regeln in einen sich selbst verstärkenden Sog der Entzivilisierung gerät. Gleich dem wilden Tanz eines stramm aufgeblasenen und urplötzlich sich selbst überlassenen Luftballons könnten dann die zunehmend entfesselten Triebkräfte der privateigentümlichen Vergesellschaftung ein letztes Mal furios über sich hinaus schießen – um am Ende als nutzlose Hülle um ein Nichts ins Bodenlose zu fallen. Die Aussicht auf ein solches Ende der menschlichen Kulturgeschichte ist alles andere als ein Grund zur Vorfreude. Sozialismus, verstanden als Übergang zu einem (welt-) gesellschaftlichen Für- und Voneinander, das auf Basis „öko-kommunistischer“ (Re-) Produktionsbeziehungen funktioniert, braucht die Luft zum Atmen, die gegenwärtig in der Tat nur ein halbwegs zivilisierter Kapitalismus mit leidlich demokratischer Verfasstheit und Menschenrechten garantieren kann. Und der (sozialistische) Übergang ins Zeitalter ökologisch reflektierter Mitmenschlichkeit braucht einen besonders langen Atem.

Was heißt das für mein öffentliches Nachdenken über Notwendigkeit, Möglichkeit, Gestalt und Vernunft einer an Marx/Engels (öko-) kommunistischen Humanismus (bzw. ökohumanistischen Kommunismus) anknüpfenden Transformationsperspektive?

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Reflexionen zu Axel Honneths Idee des Sozialismus (3)

25. Oktober 2016

Siehe auch Teil EINS und Teil ZWEI der Reflexionen über Axel Honneths Bemühungen um eine Neubestimmung der „Sozialistischen Idee“ Dieser Teil dürfte auch eine Weile nachreifen. Es wird hin und wieder durch zusätzliche Anmerkungen, Zitaten und Quellen ergänzt werden. Teil 4 folgt demnächst

„Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört; es liegt also der Natur der Sache nach jenseits der Sphäre der eigentlichen materiellen Produktion. (…) Mit seiner Entwicklung erweitert sich dies Reich der Naturnotwendigkeit, weil die Bedürfnisse; aber zugleich erweitern sich die Produktivkräfte, die diese befriedigen. Die Freiheit in diesem Gebiet kann nur darin bestehn, daß der vergesellschaftete Mensch, die assoziierten Produzenten, diesen ihren Stoffwechsel mit der Natur rationell regeln, unter ihre gemeinschaftliche Kontrolle bringen, statt von ihm als von einer blinden Macht beherrscht zu werden; ihn mit dem geringsten Kraftaufwand und unter den ihrer menschlichen Natur würdigsten und adäquatesten Bedingungen vollziehn.“

Marx: Das Kapital, MEW Bd. 25, S. 828.

In seiner Reflexion über den Stellenwert des Begriffs Freiheit im frühsozialistischen Ideenhimmel beginnt Honneth sich ab etwa Seite 45/46, an Marx Kommunismus heran zu tasten bzw. zu dem, was er dafür hält..

Er bemerkt, dass …

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Zu Axel Honneths Idee des Sozialismus (1)

28. Juli 2016

Sozialismus ist ein schillernder Begriff. Aus meiner Sicht müsste eine Theorie des Sozialismus heute dazu befähigen,  rationale Aussagen über die Notwendigkeit, Möglichkeit, mögliche Gestalt und (ethische) Vertretbarkeit einer Periode des  Übergangs zu einer weltgesellschaftlichen Ordnung, die  auf Grundlage (öko-) kommunistisch bestimmter Interaktionsbedingungen funktioniert, zu treffen und im herrschaftsfreien Diskurs zu verteidigen.

Sie muss es entschieden erleichtern können, seriöse Erkenntnisse über mögliche Gründe,  Bedingungen und Formen des Heranreifens und der Etablierung einer Ordnung  zu gewinnen, die es den globalisierten Menschen und deren Institutionen erlaubte, Bildung und Einsatz der wesentlichen Mittel menschlicher Existenzsicherung und Bereicherung  in gemeinschaftlicher Absprache zu organisieren. Sie muss klären helfen können, inwieweit es heute notwendig, möglich und geboten ist, die menschlichen bzw. für menschliche Zwecke genutzten Produktivkräfte und Produktionsmittel  in gemeinschaftlicher Verantwortung  zu entwickeln und anzuwenden. Inwieweit brauchen und wie kommen wir zu einem (öko-) kommunistisch bestimmten Umgang mit gegenständlichen wie geisitigen Produktions- und Distributionsmitteln, mit Technologie, Infrastruktur, den Naturressourcen, dem menschlichen Arbeitsvermögen, gesellschaftlichen Ressourcen wie  Wissen, Wissenschaft, Kunst und Können, Lernfähigkeit, soziale Fantasie, der Leidenschaft, Reichtum zu vermehren und sie zu genießen und nicht zuletzt das menschliches Begehren und menschliche Fähigkeit, soziale bzw. ökologische Verantwortung wahrzunehmen?

Zu klären wären vor allem die aktuelle Gestalt und das (Transformations-) Potenzial des bereits von Marx/Engels konstatierten Widerspruchs zwischen dem gesellschaftlichen (längst auch weltgesellschaftlichen) Charakter des kapitalistischen Füreinander-Arbeitens bzw. voneinander Lebens und der privateigentümlich bzw. national bornierten Art, in der kapitalistisch vergesellschaftete Subjekte des Wirtschaftsgeschehens das zu organisieren haben. Und es gilt, herauszufinden, was gegenwärtig und in naher oder mittlerer Zukunft in Richtung einer (öko-) kommunistischen Auflösung dieses grundlegenden Widerspruchs geschieht und voran zu bringen wäre.

Meine Variante der sozialistischen Frage ist: wie können Individuen, die künftig mit Gewissheit in einem noch weitaus höherem Maße als bisher selbst denkende und entscheidungsfähige Wesen zu sein haben, dahin kommen, die inzwischen entwickelten bzw. angelegten Produktivkräfte (die immer auch Destruktivkräfte sind) in einer gesamtgesellschaftlich bzw. ökologisch vernünftigen Weise zu nutzen und weiter zu entwickeln? Und welche Übergänge in Richtung eines gesamtgesellschaftlich bzw. ökologisch vernünftigen Zusammenwirkens dürften unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte, Arten von Betroffenheit, Bedenken, Entwicklungsbedingungen, Gefahren, Chancen  usw. für hinreichend viele Menschen und Institutionen weltweit machbar und vernünftig sein bzw. es unter welchen Voraussetzungen werden ?

Es mag bedauerlich sein, dass solche Fragen auf einer gesellschaftlich halbwegs relevanten Ebene gegenwärtig eher unter dem Label „gesellschaftliche Transformation“, „ökologischer Umbau der  Industriegesellschaft“ usw. behandelt werden, und keineswegs  als Fragen des Sozialismus. Dies sollte aber nicht verwundern. Sozialismus wird heute weitgehend mit der Geschichte des sogenannten „realen Sozialismus“ identifiziert, und auf ähnliche Experimente möchte die meisten Menschheit aus gutem Grund verzichten. Das hat sein Gutes. Immerhin scheinen inzwischen keine Zweifel mehr übrig am Irrsinn des Versuchs, mittels Monopolisierung der wesentlichen Produktions- Distributions- und Kommunikationsmittel in die Hände autokratisch regierter Partei- und Staatsapparate eine dem Kapitalismus überlegene, weil sozialere, freiere, vernünftigere und in allen Belangen reichere Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Leider heißt das gegenwärtige Schweigen über Sozialismus nicht unbedingt, dass der Irrsinn des Versuchs tatsächlich auch verstanden ist.

Mit einem 2015 erschienenen Buch bemüht sich nun der Direktor des Frankfurter Instituts für Sozialforschung, Axel Honneth „die Idee des Sozialismus“ (so der Titel seiners 2015 erschienene Betrachtung) von ihr anhaftendem Unrat zu befreien und ihr ein modernes und attraktives Antlitz zu verleihen. Das verdient Respekt und wissenschaftliche Neugierde. Mein Fazit ist allerdings: Wenn der Philosoph sein nobles Ziel grandios verfehlen wird, so dürfte das vor allem an seiner konsequenten Empirie-Verweigerung liegen, die das Ganze als gut gemeinte Einmannphantasie erscheinen lassen. Je nach Blickwinkel sympathisch naiv oder ignorant bis anmaßend. Das Problem der konsequenten Luftigkeit seines Unternehmens zeigt sich nicht zuletzt daran, dass Honneth seine 150 Seiten starke Suche nach Antworten auf die Frage, warum „die Ideen des Sozialismus ihr einstiges Anregungspotenzial scheinbar so unwiderruflich verloren haben“ der Frage des realsozialistischen Irrsinns gerade einmal zwei dürre Absätze widmet.

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